Seit ein paar Monaten ist eine Idee in unseren Köpfen: unsere Feuerwehr tatsächlich nochmal umbauen. Vieles hat sich seit 2014 geändert, nicht nur die Anzahl der Mitfahrenden, sondern auch unsere Prioritäten.

Fahren soll nicht mehr nur Fahren sein, sondern Reisen. Und manch einer ist gewachsen und braucht ein längeres Bett. Auch der Ofen soll mehr im Raum stehen und nicht an der Tür.

Vieles ist in unseren Köpfen und vieles schon auf Papier. Einiges haben wir wieder verworfen weil wir etwas dafür aufgeben müssen.

Umbauwp
Die erste Idee eines radikalen Umbaus.

Am Ende haben wir einige Sachen priorisiert, die beim Umbau an erster Stelle stehen:

  1. große Sitzbank in der zweiten Reihe für vier Personen
  2. das große Bett hinten muss bleiben
  3. Ofen weiter im Raum für mehr Wärme
  4. längeres Bett für Ti
  5. ein Fach für den Fahrradanhänger
  6. bessere Raumnutzung unter dem großen Bett

Die Sitzbank in der zweiten Reihe vereinte schon die ganze Zeit eine Menge Vor- und Nachteile. Denn es ist keine Bank, eher ein bequemes Sofa, zu lang um mit den Füßen auf den Boden zu kommen und zu tief um über den Fahrer schauen zu können.

Das Fahren war lediglich Fahren, also ein Warten auf die Ankunft.

Der Unmut, der der schlechten Sicht geschuldet war, drückte meist die allgemeine Motivation zu fahren. Auch war die Bank seit der Geburt in Portugal einen Platz zu kurz. Einer musste seitdem immer auf der hinteren Sitzbank bleiben. Dies durch eine Doppelsitzbank als Beifahrersitz auszugleichen haben wir immer verworfen weil der Klappmechanismus uns dann den Einstieg verengt hätte.

Jedoch hat sich auch vieles bewährt.
Das große Bett im hinteren Bereich wollen wir nicht missen.

Unter dem Bett ist enormer Stauraum, der allerdings nicht effektiv genutzt wird. Mit einem Umbau würde dieser Platz besser verplant werden. Bspw. ein extra Schubfach für den Fahrradanhänger, der, aufgrund seiner Höhe im Moment nur diagonal eingeschoben werden kann. Und die NAPF-Kisten würden nach einem Umbau endlich, wie bereits im vorderen Bereich, auf Schienen laufen um die lästigen Stapelarbeiten zu vermeiden.

Ein Umbau ist auch nötig. Alles macht einen gebrauchten, abgenutzten Eindruck. Alles was über ein Jahr intensiver Nutzung ausgesetzt war, sieht auch dementsprechend aus. Der handgenähte Sofabezug ist an den Nähten aufgerissen, das Holz, welches aufgrund von Farbmangel nicht gestrichen wurde ist inzwischen gut gebräunt und manches wurde kaum genutzt weil es zu schwergängig war.

Wir hatten Steckdosen im Überfluss, wobei wir sechs von zehn nie gebraucht haben. Den Kühlschrank haben wir rausgeschmissen weil er nie so funktioniert hat, wie er sollte.

Dennoch hatte der minimalistische Ausbau sein Gutes. Keine der eingebauten Klappen oder Verriegelungen sind kaputt gegangen. Wir hatten auch keine elektrische Wasserpumpe die hätte kaputt gehen können, denn wir ließen das Wasser direkt aus dem Kanister laufen. Der Holzofen hat uns nie im Stich gelassen, denn Holz gab es überall. Auch der Origo 3000 Kocher brannte selbst mit dem billigsten Spiritus.

Für den anstehenden Umbau bringen wir unsere Erfahrungen der letzten Zeit ein und nehmen das mit was wir schätzen und ändern das, was uns stört. (Das kann man auch auf die Kopfarbeit beziehen.)

Und während sich der letzte Umbau über mehrere Monate hinzog, habe ich beim anstehenden Ausbau nur zwei Wochen.

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